Vor einige Jahren, beim Soundcheck in einem kleinen Bluesclub in Bremen, hat Andreas Kloppmann ein HB 58 Set zum Test in die Les Paul von Henrik Freischlader eingebaut.
400 Konzerte und unzählige Töne später, sind die vier inzwischen gute Freunde!
Die Idee, gemeinsam ein Signature Pickup Set zu entwickeln, entstand sehr schnell - aber sie haben sich Zeit genommen, 3 Jahre um genau zu sein. Regelmäßige Treffen, stundenlange Gespräche über Klang, Ansprache und Dynamik. Alle Gitarren von Henrik wurden analysiert und verglichen, jede Stärke und Schwäche bestimmt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit, hat Henrik die 1952er Les Paul Conversion von Andreas übernommen, deren originale PAFs als Grundlage für das Humbucker Set Night & Day dienten.
Aber bei einem Signature Set ist es nicht geblieben, am Ende sind es gleich vier geworden.
Neben dem oldschoolig-modernen Humbucker Set, gibt es ein vielseitiges Stratocaster-Set, ein perkussiv weiches Telecaster Set und ein nahezu nebengeräuschloses P-90 Set.
Denn was gibt es Schöneres als gemeinsam nach dem perfekten Sound zu suchen, alte Gitarren und Tonabnehmer über laute Vintage-Amps zu testen und am Ende etwas zu kreieren, das die eigenen Erwartungen erfüllt?
„Andreas weiß einfach zu 100% was er tut und wie er einen bestimmten Sound erreichen kann. Er ist ein sehr guter Gitarrist und versteht beide Seiten – den Klang und die Physik dahinter. Das hat es für mich enorm erleichtert, ihm meine Vorstellungen zu vermitteln.
Als Musiker hat man einen ganz bestimmten Sound im Kopf, aber man kann ihn nicht in Worte fassen, das ist eher ein Gefühl. Es geht um Kraft, Anschlagsdynamik, Schnelligkeit, Tonentfaltung, Sustain, Biss und eine gewisse Samtigkeit. Und das beschreibt man dann mit Worten wie nussig, karamellisiert, süßlich, holzig, transparent, dicht, glockig, hohl, kehlig, drahtig, satt, blättrig, ploppig, schneidend, usw.. Die Les Paul soll wie ein Cello klingen!
Jemanden wie Andreas gefunden zu haben, der das Ganze versteht und dann auch noch umsetzen kann, ist für mich ein großes Glück!“ sagt Henrik Freischlader.
Und wirklich haben sich hier zwei Charaktere gefunden, die gemeinsam für einen guten und authentischen Sound stehen und durch jahrelange Erfahrung und Erforschung auch wissen wie man ihn erreicht.
Diese Pickups sind etwas Besonderes und das Ergebnis einer großartigen Zusammenarbeit!
Ein Unterschied wie Tag und Nacht und doch unzertrennlich! Basierend auf den originalen und besonderen PAFs in Henrik Freischlader’s 1952er Gibson Les Paul Conversion, liefert das Night & Day Set die perfekte Mischung aus Härte & Weichheit.
Der Steg-Pickup klingt bissig, direkt und fast schon perkussiv, bleibt dabei aber reich an Sustain und entwickelt eine lebendige Dynamik, die den Ton über den Anschlag hinaus formt. Der Hals-Pickup hingegen präsentiert sich weich, fokussiert und eher schlank geführt, mit angenehm sanften Mitten, die Wärme liefern, ohne zu dominieren oder zu verwaschen.
Beide Pickups haben einen schnellen und sehr direkten Ton im Blick, zeichnen sich durch eine feine Anschlagsdynamik aus und liefern einen Vintage-Sound mit hohem Output.
Das If ’56 Was ’69 Set ist eine klangliche Reise durch die legendären Epochen der Fender Stratocaster – eine sorgfältig abgestimmte Kombination verschiedenster Pickups, die an jeder Position etwas Eigenes liefern und doch in der Gemeinschaft homogen klingen und perfekt zusammenarbeiten.
Die dichte, warme Klangstruktur der 50er Jahre trifft auf die offenere, bissigere Ansprache der späten 60er. Das Ergebnis ist ein Set, das über alle Positionen hinweg konsistent wirkt und besonders im praktischen Einsatz überzeugt.
Der Hals-Pickup liefert einen vollen, holzigen Ton, der dicht und zugleich durchlässig ist - kraftvoll, aber niemals aufdringlich. Der Mittel-Pickup ergänzt diesen Charakter mit etwas mehr Direktheit und Sustain, bleibt dabei aber tonal nah am Hals und eignet sich ideal für kraftvolle Solosounds. Der Steg-Pickup wurde bewusst vollmundiger und substanzreicher abgestimmt als klassische Varianten. Er klingt direkt, leicht rau und klar, ohne die oft bemängelte ‚Dünnheit‘ vieler Strat-Steg-Pickups.
Das gesamte Set ist darauf ausgelegt, die klanglichen Schwachstellen in den Positionen zu umgehen und durch musikalisch abgestimmte Frequenzen und Features zu ersetzen.
Das Beste aus den Epochen - weiterentwickelt und geschmackvoll modernisiert.
Der Name steht sinnbildlich für die besondere Stärke dieses Sets: eine perkussive Direktheit im Anschlag, die sich sofort durchsetzt, kombiniert mit einer sehr organischen, fließenden Sustain-Entwicklung.
Der Hals-Pickup klingt erstaunlich voll und definiert, fast schon wie eine alte Halbakustik. Er bleibt dabei klar, samtig und kontrolliert, mit einer leichten „Hohlheit“ und einem feinen, lebendigen Glanz in den Höhen, der dem Ton zusätzliche Tiefe verleiht.
Der Steg-Pickup ergänzt diesen Charakter mit einer offenen, höhenreichen und sehr twangigen Ansprache, die jedoch nie harsch wirkt. Stattdessen entwickelt sich der Ton weiter, beginnt zu „singen“ und behält auch im Sustain eine spürbare Eigendynamik.
Ein Telecaster-Set, das rhythmische Präzision und melodischen Fluss miteinander verbindet und durch Durchsetzungsfähigkeit, Kontrolle und Ausdrucksstärke überzeugt.
Wer wünscht sich keinen P-90 Pickup, der nicht so stark brummt und möchte trotzdem nicht auf den vollen charakteristischen Sound verzichten? Das P-Noiseless Set liefert genau das!
Einen satten, trockenen und geschmeidigen Ton mit moderatem Output, der sich jederzeit klar und definiert durchsetzt. Die Ansprache ist sehr direkt und präzise, gleichzeitig entwickeln sich die Töne nach dem Anschlag organisch weiter und bekommen eine lebendige Eigendynamik – genau das, was im Studio und auf der Bühne zählt.
Die Klangfarbe ist vielschichtig und musikalisch: nussig, karamellisiert, süß und herzhaft zugleich, dabei stets transparent und dennoch verbindend. Dieses Set versteht sich bewusst als Rock-orientierter P-90, der Durchsetzungskraft mit Feinzeichnung kombiniert – und das komplett ohne das typische Brummen klassischer Konstruktionen.